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Töpferei- und Keramikerbedarf

14 Glasuren Die Abbildungen auf den folgenden Seiten können selbstverständlich keine genaue Wiedergabe der Gla- suren darstellen. Die Farben und Effekte der Glasuren sind von vielen Faktoren abhängig, wie z.B. der Farbe des Scherbens, der Brenntemperatur und der Brennführung, der Stärke des Auftrages und der Auftrageart. Durch Mischen der einzelnen Glasuren kann die Farb- palette unbegrenzt erweitert werden. Anwendung Falls keine Glasurmühle vorhanden ist, wird die Glasur mit Wasser aufgequirlt. Das Verhältnis Glasur / Wasser rich- tet sich nach der Technik des Glasierens und ist von Gla- sur zu Glasur unterschiedlich. Der Glasurschlicker soll eine sahneartige Konsistenz haben. Nach dem Aufquirlen empfehlen wir, die Glasur durch ein feines Sieb zu geben (ca. 900 Ma/cm˝). Die Effektglasuren A 0426, A 0491, AS 1081, AS 1082, CS 1083, A 1084, A 1090, A 1091, A 1093, A 983, A 984, A 987, A 992, A 994, A 1275, A 1276 sollten nicht abge- siebt oder aufgemahlen werden, da sonst die Effekte stark abgeschwächt werden. Transparentglasuren werden möglichst dünn aufgetra- gen. Falls ein geschrühter Scherben zu stark ansaugt, kann man ihn vorher anfeuchten. Manche Effektglasuren wirken besonders reizvoll bei unterschiedlicher Auftrags- stärke der Glasur. Das Glasieren kann durch Spritzen, Tau- chen, Übergießen oder Pinseln erfolgen. Hinweis für Craquelée-Glasuren Um das Craquelée sichtbar zu machen, bestreicht man die Glasur nach dem Brand mit einer Oxidschlämme (Braunstein oder Eisenoxid) bzw. mit Tinte oder Tusche. Nach einer kurzen Einwirkzeit wird die überschüssige Far- be abgewaschen. Glasuren im Brennbereich 1020-1080 °C und 1130-1170 °C liefern wir auch als streichfähige Flüssigglasuren. Sie sind in stabilen Schraubdosen zu 500 ml (ca. 700 g) verpackt. StreichfähigeFlüssigglasuren Grundsätzlich raten wir beim Umgang mit Glasuren zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen: • Staubbildung vermeiden (nur nass absieben) • Beim Glasieren nicht essen, trinken oder rauchen • Nach dem Glasieren die Hände gründlich waschen • Glasuren nicht verschlucken oder mit Lebens- mitteln in Berührung bringen Buchstaben vor den Glasurnummern Bleifreie und bariumfreie Glasuren nach DIN 51031, zulässig für Ess- und Trinkgeschirr, nicht kenn- zeichnungspflichtig nach Gefahrstoffverordnung Bleifreie Glasuren nach DIN 51031, zulässig für Ess- und Trinkgeschirr, nicht kennzeichnungspflichtig nach Gefahrstoffverordnung, jedoch bariumhaltig (unter 25%) Bleifreie Glasuren nach DIN 51031, zulässig für die Verwendung von Ess- und Trinkgeschirr, jedoch eingefärbt mit Kobaltverbindungen, daher kenn- zeichnungspflichtig nach Gefahrstoffverordnung Glasuren nicht säurebeständig. Wir raten, diese Glasuren nicht für Ess- und Trink- geschirr zu verwenden Buchstaben nach der Farbbezeichnung glänzend seidenmatt matt A B C S gl sm m * keine Lagerware. Wir bitten um entsprechende Vorbestellung! Kennzeichnung der Glasuren Wir haben uns entschlossen, keine blei- und cadmium- haltigen Glasuren in unserem Standardprogramm an- zubieten. Glasuren aus früheren Lieferprogrammen – auch bleihaltige Glasuren – sind bei einer Mindest- abnahme von 50 kg pro Sorte noch lieferbar (Preise und Lieferzeiten auf Anfrage). Nach der neuen Gefahrstoffverordnung sind barium- haltige Glasuren nicht mehr kennzeichnungspflichtig, wenn diese weniger als 25% Barium enthalten. Dies trifft auf alle unsere bariumhaltigen Glasuren zu, diese sind also nicht kennzeichnungspflichtig. Auch sogenannte bleifreie Glasuren können Spuren von Blei enthalten, da fast alle Rohstoffe, aus denen diese Gla- suren hergestellt werden, Spuren von Blei beinhalten. Wir bezeichnen also unsere Glasuren als „technisch bleifrei“. Auch „technisch bleifreie“ Glasuren können unter ungün- stigen Produktionsbedingungen Blei abgeben. Beispiel: Ein mit einer bleifreien Glasur glasiertes Gefäß steht im Brand neben einem anderen Gefäß, das mit einer stark bleihal- tigen Glasur glasiert wurde. Bleidämpfe können sich auf das mit der bleifreien Glasur überzogene Gefäß übertra- gen. Diese gibt dann unter Umständen im Test mehr als zulässig Blei ab. Wir müssen also einschränken, dass unsere Glasuren unter günstigen Produktionsverhältnissen für die Verwendung von Ess- und Trinkgeschirr nach DIN 51031 geeignet sind.